Juncadella stolz auf Podium: "Disqualifikation ändert nichts"

, 06.10.2016

Daniel Juncadella erklärt, dass die Disqualifikation nichts an seiner Leistung in Budapest ändert - Beim Finale in Hockenheim will er noch einmal angreifen

Wie gewonnen, so zerronnen: In Ungarn fuhr Daniel Juncadella in seinem mittlerweile vierten DTM-Jahr endlich seinen ersten Podestplatz in der Serie ein. Allerdings musste der Mercedes-Pilot seinen Pokal nur wenige Stunden später schon wieder abgeben. Er wurde nachträglich disqualifiziert, weil die Skidpads nach dem Rennen auf dem Hungaroring eine zu geringe Höhe aufwiesen. "Dagegen bist du als Fahrer machtlos. So ist das leider manchmal im Motorsport", gibt sich Juncadella tapfer.

"Natürlich ist es schade. Es war mein erster Podestplatz in der DTM und bis dahin ein super Tag für mich. Ich bin deswegen aber nicht enttäuscht, da ich ein mega Wochenende in Budapest hatte. Das Rennen am Sonntag war absolut mega und ich habe alles getan, was in meiner Macht gestanden hat. Am Ende hat es dann eben nicht sollen sein", berichtet der Spanier.

Trotzdem sei der Podestplatz für ihn "mega wichtig" gewesen. Kein Wunder, schließlich kämpft Juncadella aktuell um seine Zukunft in der DTM. Er liegt in der Meisterschaft zwei Rennen vor Saisonende nur auf Rang 23 und könnte damit einer möglichen Verkleinerung des Mercedes-Kaders in der neuen Saison zum Opfer fallen. Daher kann der 25-Jährige aktuell jedes Erfolgserlebnis dringend brauchen.

"Dieses Jahr ist meine vierte Saison in der DTM und ich bin vorher noch nie auf das Podest gefahren. In Budapest habe ich das bis zur Disqualifikation an einem Wochenende erreicht, an dem wir nicht so konkurrenzfähig waren. So gesehen war es ein sehr cooles Erlebnis, dort oben auf dem Podium zu stehen. Für mich persönlich ändert die Disqualifikation also nichts daran, dass ich es mit meiner Leistung auf das Podium geschafft habe", stellt er klar.

Beim Saisonfinale in Hockenheim am 15. und 16. Oktober hat Juncadella nun noch ein letztes Mal Zeit, sich bei den Mercedes-Verantwortlichen für einen neuen Vertrag zu empfehlen. "Ich habe am letzten Rennwochenende mein bislang bestes DTM-Ergebnis eingefahren und auch die vorangegangenen drei Wochenenden sind für mich gut verlaufen", erinnert er.

"Meine Jungs und ich sind sehr gut vorbereitet für das letzte Saisonrennen. Hoffentlich kann ich dort dann noch einmal auf das Podium fahren, und wenn möglich, vielleicht sogar noch ein bisschen weiter oben stehen", so der kämpferische Spanier. Bisher konnte Juncadella in der Saison 2016 lediglich zweimal punkten. Sein bestes Ergebnis ist ein achter Platz beim Samstagsrennen in Zandvoort.

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