Timo Scheider weint Pascal Wehrlein "keine Träne nach"

, 17.02.2016

Timo Scheider ist nicht traurig, dass sein Dauer-Rivale Pascal Wehrlein die DTM verlassen wird: "Ich bin gespannt, ob er in der Formel 1 Freunde findet"

"Beste Freunde wären wir eh nie geworden", sagt Audi-Pilot Timo Scheider über Pascal Wehrlein nach dessen Abgang in die Formel 1. Wehrlein wird die DTM 2016 in Richtung Königsklasse verlassen und dort für das Hinterbänkler-Team Manor an den Start gehen. Dem Deutschen Tourenwagen Masters fehlt damit ihr aktueller Champion, doch Ex-Meister Scheider findet das nicht schlimm: "Ich weine ihm keine Träne nach", sagt er zu 'Bild'.

Es ist offensichtlich, dass die Chemie zwischen Wehrlein und Scheider nicht passt. Spätestens seit dem Abschuss-Manöver von Spielberg, als Scheider nach Ansage von Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich ("Timo, schieb ihn raus!") Wehrlein und dessen Mercedes-Markenkollege Robert Wickens ins Aus schob, fliegen immer wieder Giftpfeile zwischen den beiden hin und her - auch in den sozialen Medien.

Jetzt werden sich die beiden auf der Strecke erst einmal nicht mehr begegnen, denn während Scheider weiter für Audi in der DTM an den Start geht, wird Wehrleins Traum von der Formel 1 wahr. Scheider glaubt, dass es sein Rivale mit seinem Charakter in der Königsklasse schwer haben wird: "Ich bin gespannt, ob er in der Formel 1 Freunde findet", stichelt er und schiebt nach: "Ihm fehlt Charisma, er hat noch nicht das Gesamtpaket."

Doch der Lahnsteiner weiß auch, dass es am Ende auf andere Kriterien ankommt, in denen Wehrlein glänzen kann: "Man kann ein noch so großes Arschloch sein, letztlich zählt die Performance", so Scheider. Talent bescheinigt er dem 21-Jährigen jedenfalls "zweifellos". Und charakterlich zulegen könne er durch sein junges Alter auch noch. "Ich hoffe wirklich, dass er die Chance nutzt", wünscht er seinem Ex-Kollegen trotz aller Rivalität alles Gute.

Wehrlein selbst findet es mittlerweile übrigens "fast schon peinlich, wie sehr ich in Timos Welt eine Rolle spiele", wie er gegenüber 'Bild' sagt. Gleichzeitig muss er dem Audi-Piloten aber auch in gewisser Weise danken, "schließlich hat auch er mich ein Stück in Richtung Formel 1 geschoben".

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