Bestzeit und Standfestigkeit: Williams auf einem guten Weg

, 26.02.2015

Williams-Pilot Felipe Massa freut sich über spürbare Fortschritte bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona - Mercedes unter Druck setzen? "Ist noch zu früh"

Am ersten Tag der letzten Testwoche vor dem Formel-1-Saisonauftakt 2015 zeigte sich endlich einmal Williams an der Spitze des Feldes. Felipe Massa umrundete den Kurs von Barcelona am Donnerstag in 1:23.500 Minuten und sicherte sich damit mit erheblichem Vorsprung die Tagesbestzeit. Mit insgesamt 103 Runden war der Brasilianer auch einer der fleißigsten Piloten des Tages. Der Williams-Mercedes FW37 überzeugte einmal mehr mit guter Standfestigkeit.

"Das Programm wurde durch den Regen am Morgen etwas beeinträchtigt", berichtet Testingenieur Rod Nelson. "Das bedeutete, dass wir am Nachmittag etwas mehr zu tun hatten. Wir haben unser Programm abgearbeitet und konnten am Chassis einige positive Veränderungen vornehmen - auch aerodynamische Anpassungen waren dabei. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, das Paket für Australien abzustimmen, um für das erste Rennen gut vorbereitet zu sein. Es war ein guter Tag, ohne Probleme mit der Standfestigkeit."

"Ein guter Tag", stimmt Massa nach insgesamt 479 Kilometern am Donnerstag zu. "Das Auto fühlte sich gut an. Als wir die neuen weichen Reifen probiert haben, sind uns sofort ein paar schnelle Rundenzeiten gelungen." Seine beste Runde in 1:23.500 Minuten war um über eine halbe Sekunde schneller als die bisherige 2015er-Barcelona-Bestmarke von Romain Grosjean (Lotus/1:24.067) aus der vergangenen Woche. Der Unterschied: Grosjean fuhr seine Zeit auf Supersoft, Massa seine heutige auf Soft.

"Es geht nicht nur um die einzelne Rundenzeit, sondern auch um die Konstanz. Genau in diesem Bereich haben wir viel Arbeit geleistet. Ich bin glücklich", gibt sich der Brasilianer bescheiden. "Es war nicht nur wegen unserer Tagesbestzeit ein guter Tag, sondern auch, weil der FW37 hat keine Anzeichen von Problemen gezeigt hat. Das war seit dem ersten Tag in Jerez so. Wir arbeiten viel und kommen offenbar voran. Ich habe vor dem ersten Rennen jetzt nur noch einen Tag im Auto, daher wird der Samstag sehr wichtig."

"Die heutige Rundenzeit war gut. Wir dürfen aber Mercedes nicht vergessen. Die sind sehr stark. Es ist noch zu früh für eine Einschätzung. Erst wenn mal alle mit den gleichen Reifen und der gleichen Benzinmenge fahren, dann können wir sicher sagen, wo wir stehen", meint Massa. "Wir müssen zeigen, dass wir mitkämpfen können und dass wir zur Stelle sein können. Wir wissen nicht, wie sehr wir Mercedes unter Druck setzen können, aber im Vergleich zu den anderen sollten wir ganz gut aussehen können."

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