Eine Milliarde Pfund! Fiskus will Ecclestone an den Kragen

, 21.05.2015

Dem Formel-1-Boss droht eine Nachzahlung in astronomischer Höhe, weil britische Behörden ihm nicht abkaufen, dass er nichts mit der Firma seiner Ex-Frau zu tun hat

Bernie Ecclestone droht erneut Ärger mit den Behörden. Wie der 'Telegraph' und 'Bloomberg' am Donnerstag übereinstimmend berichten, verlangt der britische Fiskus eine Milliarde Pfund Sterling (umgerechnet rund 1,41 Milliarden Euro) vom Formel-1-Boss. Dabei handelt sich um offene Steuern und Zinsen bis zum Jahr 2008. Hintergrund der Forderung ist der Streit um das Familienunternehmen Bambino, zu dem Ecclestone jegliche Verbindung abstreitet.

Am Rande des Monaco-Grand-Prix erklärt er: "Ich werde dagegen entschieden vorgehen. Ich habe sämtliche Steuern, die ich entrichten musste, gezahlt." Es klingt wie eine Drohung mit Auswanderung, wenn er anfügt: "Ich könnte es von hieraus machen, oder aus der Schweiz. Ich habe einen Wohnsitz in der Schweiz und die Schweizer sagen, es handele sich um meinen Wohnort. Es wäre einfach."

Er verweist darauf, dass seine Ex-Frau Slavica sowie seine Töchter Tamara und Petra die Gewinne einstreichen würden. "Ich hatte mit dem Konzern noch nie etwas zu tun", versichert Ecclestone. Das Unternehmen hält derzeit angeblich neun Prozent an der Formel 1 und gehört seit den Neunzigerjahren tatsächlich Slavica Ecclestone, weil ihr damaliger Ehemann ihr im Vorfeld einer komplizierten Bypass-Operation Bambino überschrieb.

Bernie Ecclestone wäre tatsächlich nicht für Steuerschulden Bambinos habhaft zu machen, solange er nicht über verdeckte Kanäle mitkassiert. Genau das wird aber gemunkelt, schließlich wurde im Rahmen des Münchener Bestechungsprozesses bekannt, dass er von seiner Ex-Frau jährlich rund 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet 72 Millionen Euro), wozu sie das vorläufige Scheidungsurteil verpflichtet.

Offenbar geht Ecclestone gegen die Forderung in drei verschiedenen Prozessen juristisch vor, muss sich aufgrund der Überlastung britischer Gerichte aber gedulden. Der 84-Jährige hatte sich in der Sache bereits 2008 mit dem Fiskus unter der Hand auf einen Deal geeinigt, um nicht mit der vollen Summe zur Kasse gebeten zu werden. Laut Rechtsexperten soll diese Übereinkunft aber hinfällig sein.

"Herr Ecclestone bemüht andere Rechtswege, um sicherzustellen, dass die Behörde sich an die Einigung halten muss", heißt es in einer Erklärung seines Londoner Büros. "Herr Ecclestone hat sich dazu entscheiden, in Großbritannien zu leben, obwohl er auch an einem anderen Ort hätte wohnen und arbeiten können. Er war immer bemüht, seine Steuern in Großbritannien zu zahlen, was auch immer von ihm verlangt wurde."

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