Ferrari in Spa: Räikkönens Lieblingsstrecke steht an

, 19.08.2014

Fernando Alonso ist nach bisher zehn Starts in Spa-Francorchamps noch ohne Sieg - Kimi Räikkönen nimmt auf seiner Lieblingsstrecke ein Erfolgserlebnis ins Visier

Der Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps steht an und damit in der Formel-1-Rechnung der Beginn der zweiten Jahreshälfte 2014. Für Ferrari geht es bei den verbleibenden acht Rennen zum einen darum, Rang drei in der Konstrukteurswertung zu retten, zum anderen darum, erste Entwicklungsarbeiten im Hinblick auf die kommende Saison zu erledigen. Den Kampf um den WM-Titel 2014 hat man in beiden Meisterschaften - Fahrer und Konstrukteure - abgeschrieben.

Die Erfolgsausbeute der beiden Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen in Spa-Francorchamps war in den vergangenen Jahren recht unterschiedlich. Alonsos beste Ergebnisse auf der sieben Kilometer langen Ardennen-Achterbahn sind die zweiten Plätze aus den Jahren 2005 (Renault) und 2013 (Ferrari). Auf seinen ersten Sieg in Spa wartet der zweimalige Weltmeister nach zehn Anläufen noch immer.

Für Räikkönen hingegen ist die belgische Grand-Prix-Strecke das absolute Lieblingspflaster im Kalender, wie seine vier Siege aus den Jahren 2004 und 2005 (jeweils McLaren) sowie 2007 und 2009 (jeweils Ferrari) eindrucksvoll untermauern. Auch 2008 hatte der "Iceman" in Spa allerbeste Siegchancen, warf seinen Ferrari aber in der letzten Runde im Zuge des legendären Duells mit McLaren-Pilot Lewis Hamilton in die Streckenbegrenzung.

Fahrer kann in Spa den Unterschied bewirken

Was ist für Räikkönen, der nach elf von 19 Saisonrennen seiner Ferrari-Comeback-Saison nur auf Rang zwölf der Gesamtwertung liegt, am kommenden Wochenende drin? "Spa ist vermutlich meine Lieblingsstrecke, denn es ist ein Kurs der alten Schule mit Bergauf- und Bergabpassagen durch den Wald. Ich mag den schnellen und flüssigen Charakter der Strecke. Auch für die Zuschauer sind die Rennen in Spa meist sehr unterhaltsam", so der Finne.

"Als Fahrer kann man auf dieser Strecke eigentlich überall einen Unterschied bewirken. In Kurve 1, der Haarnadel, kann man viel Zeit liegenlassen, aber auch gewinnen", spricht Räikkönen die unterschiedlichen Linien am Ausgang der La Source an und fügt an: "Anschließend ist es wichtig, viel Geschwindigkeit aufzubauen, denn es folgt die lange Gerade inklusive der Eau Rouge".

Ob die legendäre Senke mit den 2014er-Formel-1-Boliden voll geht, bleibt abzuwarten. "In den vergangenen Jahren war es kein Problem, sie voll zu nehmen. In diesem Jahr könnte es anders sein", will Räikkönen die ersten Trainingsrunden am Freitag abwarten, bevor er ein genaueres Urteil über die Gaspedalstellung in Eau Rouge abgibt.

Im Bemühen, seine bisher verkorkste Saison doch noch auf Kurs zu bringen, erinnert sich der "Iceman" gern an die Saison 2009: "Es war das letzte Mal, dass ich dort für Ferrari fuhr. Es war ein Jahr, in dem wir von Saisonbeginn an schwer zu kämpfen hatten. In Spa aber schafften wir es, die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen."

"Es wäre schön, wenn uns das in diesem Jahr auch gelingt", nimmt Räikkönen auf seiner Lieblingsstrecke ein Erfolgserlebnis ins Visier. Darf er sich am Sonntag gar über seinen fünften Spa-Sieg freuen? Neben dem herausfordernden Layout ist das wechselhafte Wetter in Spa eine der ganz großen Prüfungen, die es beinahe jährlich zu meisten gilt. Es wäre alles andere als eine Überraschung, sollte es auch am kommenden Wochenende wieder den einen oder anderen Regenschauer in den Ardennen geben.

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