Haas ohne FOM-Gelder: Teamkauf wäre besser gewesen

, 15.08.2016

Formel-1-Teambesitzer Gene Haas ärgert sich über den Einstieg als neue Mannschaft: "Hätte auf Rat von Ecclestone hören sollen" - Top 10 bringen Geld

Mit dem Gewinn von bislang 28 WM-Punkten in der laufenden Formel-1-Saison 2016 hat das neue Team Haas ein beeindruckendes Debüt auf der Bühne der Königsklasse gezeigt. Die Amerikaner schafften das, was den Neueinsteigern Virgin, Lotus (Caterham) und HRT ab 2010 nicht gelungen war: sofortiger Anschluss an das Formel-1-Mittelfeld. Haas belegt derzeit vor dem Renault-Werksteam sowie Manor und Sauber den achten Rang in der Konstrukteurswertung.

Mit der bisherigen Ausbeute, die in den Wochen vor der Sommerpause geringer ausgefallen war als in der Frühphase der Saison, kann man insgesamt zufrieden sein. Dennoch ist nicht alles rosig in der Mannschaft um Teamchef Günther Steiner. Haas lebt von den Finanzen aus dem Kerngeschäft des Amerikaners Gene Haas. Der Maschinenbauer zahlt alle Rechnungen, Sponsoren sind kaum zu sehen und Einkünfte aus dem Vermarktungstopf von Bernie Ecclestone gibt es nicht - und zwar selbstverschuldet.

"Bernie hat immer gefragt, warum ich nicht ein existierendes Team kaufe. Es wäre wohl die bessere Idee gewesen", sagt Gene Haas im Gespräch mit 'Autosport'. "Es gab zu jenem Zeitpunkt nur zehn Teams, somit wäre es finanziell die bessere Variante gewesen." Die Top-10-Teams der Formel 1 bekommen ihren Anteil aus dem großen Einnahmentopf der Formula One Management (FOM). Als komplett neues Team geht Haas derzeit leer aus.

Sogar das Marussia-Nachfolgeteam Manor, das in der Saison 2015 keinen einzigen WM-Punkt gewinnen konnte, erhielt vom sogenannten "Bernie-Money" einen Anteil von 47 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 42 Millionen Euro) - allein aufgrund der Tatsache, dass man auch ohne erfolgreiche Fahrten in der WM-Wertung auf Rang zehn geführt wurde. Bei einer etwaigen Übernahme eines existierenden Teams hätte Haas von dessen Vorleistungen profitieren können.

"Die Top 10 machen nicht nur im Hinblick auf das Geld einen Unterschied", erklärt Haas. "Es gibt dann nicht nur Anteile aus dem sogenannten Säule-A-Geld, sondern auch kostenlose Fracht und Flugtickets für das Team. Es gibt viel finanzielle Unterstützung für die Formel-1-Teams, die sich mal etabliert haben." Das amerikanische Team, das auf technischer Seite eine enge Kooperation mit Ferrari betreibt, arbeitet in der Saison 2016 mit einem geschätzten Budget von 95 Millionen Euro.

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