Lewis Hamilton: "2016 keinesfalls ein verschwendetes Jahr"

, 23.12.2016

Lewis Hamilton erklärt, warum 2016 für ihn - trotz seiner Niederlage im WM-Kampf - ein wichtiges Jahr war - 2017 möchte der Ex-Champion gestärkt zurückkehren

Lewis Hamilton ist mit dem Ausgang der Formel-1-Saison 2016 natürlich nicht zufrieden. Zwar gewann der entthronte Weltmeister auch in diesem Jahr die meisten Rennen, doch der Titel ging am Ende bekanntlich an seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg. Trotzdem erklärt der Brite im Gespräch mit 'Channel 4', dass es in der vergangenen Saison einige Dinge gegeben habe, die "sehr positiv" gewesen seien.

"Es war nicht das beste Jahr, aber es war auch keinesfalls ein verschwendetes Jahr", stellt Hamilton klar und erklärt: "Das Wichtigste ist, dass du etwas mitnehmen kannst und etwas gelernt hast." Das ist seiner Meinung nach der Fall. "Es gab viele Dinge, die sich verbessert haben", verrät Hamilton und nennt als Beispiel seine Bindung zum Team, die in diesem Jahr noch weiter gewachsen sei.

"Wir haben zwar nicht die WM gewonnen, aber dafür eine Menge Rennen", erinnert er. Insgesamt zehn Siege feierte der Brite in der abgelaufenen Saison - unter anderem in Monaco und bei seinem Heimspiel in Silverstone. Vor allem der Triumph bei seinem Heimrennen sei "spektakulär" gewesen, und überhaupt habe man in diesem Jahr eine "großartige Reise" erlebt.

Spektakulär war auch Hamiltons Aufholjagd zur Mitte der Saison. Nach dem Großen Preis von Spanien lag er satte 43 Punkte hinter Rosberg, doch noch vor der Sommerpause drehte der 31-Jährige diesen Rückstand um und lag nach Hockenheim 19 Zähler vor seinem Teamkollegen. "Es sah so von außen so aus, dass es eine unmögliche Aufgabe ist", erinnert sich Hamilton zurück.

"Aber bekanntlich habe ich es geschafft (den Rückstand aufzuholen; Anm. d. Red.). Das zeigt, dass nichts unmöglich ist. Du musst einfach dafür arbeiten", erklärt der dreimalige Champion und ergänzt: "Der Mittelteil der Saison war sehr schön. Anschließend hatte ich auch einen großartigen Urlaub." Letztendlich führte eine schwächere Phase nach der Sommerpause allerdings dazu, dass Rosberg wieder vorbeizog.

So reichten Hamilton auch vier weitere Siege am Saisonende nicht mehr, um sich seinen vierten WM-Titel zu sichern. "Insgesamt war es ein ziemlich starkes Jahr", bilanziert er trotzdem und erklärt etwas philosophisch: "Wenn man einen Tiefpunkt hat, dann lernt man die Höhepunkte erst richtig zu schätzen." Soll heißen: Nach seiner Niederlage im diesjährigen WM-Kampf ist Hamilton nun noch stolzer auf seine Titel 2014 und 2015.

Und wie geht es nun weiter? "Für den Rest das Jahres werde ich erst einmal gar nicht ans Racing denken - solange wie möglich", lacht der Brite und erklärt: "Wenn ich dann wieder zurückkomme, dann werde ich natürlich all meine Energie darauf verwenden. Aber es ergibt keinen Sinn, jetzt zu sehr darüber nachzudenken." Er will nun erst einmal Zeit mit seiner Familie verbringen und abschalten.

Übrigens sei es für ihn "leicht", in die Ferien zu gehen, da er "vollstes Vertrauen" in sein Team habe. Daher müsse er sich im Hinblick auf die Saison 2017 - und die zahlreichen Regeländerungen - keine Sorgen machen. Er gehe davon aus, dass sich Mercedes auch im neuen Jahr wieder in einer sehr starken Position befinden werde. Und möglicherweise erleben wir 2017 ja auch einen noch stärkeren Lewis Hamilton.

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