Massa: 2018er-Williams "viel aggressiver" als der Vorgänger

, 06.01.2018

Williams scheint mit dem FW41 in eine neue Richtung zu gehen - Ex-Pilot Felipe Massa verrät, dass der neue Bolide "aggressiver" und "ganz anders" sein soll

Der neue Williams für die Formel-1-Saison 2018 könnte optisch ganz anders daherkommen als sein Vorgänger. Felipe Massa wird in diesem Jahr zwar nicht mehr für das Team aus Grove fahren, doch einen Blick auf den neuen Boliden durfte er trotzdem bereits werfen. "Ich habe das neue Auto vor einem Monat im Windkanal gesehen", erklärt der Brasilianer, der seine Formel-1-Karriere 2017 beendete hat, gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Es gibt sehr viele Veränderungen, es sieht ziemlich interessant aus", verrät Massa und ergänzt: "Das Auto sieht viel aggressiver aus." Insgesamt sei dar neue Bolide, der wohl die Bezeichnung FW41 tragen wird, "ganz anders" als der FW40 aus dem Jahr 2017. Dass Williams in diesem Jahr einen neuen Weg einschlägt, dürfte auch an der Verpflichtung von Technikchef Paddy Lowe liegen.

Zwar wechselte Lowe bereits vor knapp einem Jahr von Mercedes zu Williams. Um noch auf das 2017er-Auto Einfluss zu nehmen, war das allerdings bereits deutlich zu spät. Beim Boliden für 2018 konnte sich der neue Technikchef hingegen von Beginn an einbringen. Und offensichtlich werden bei Williams im neuen Jahr einige Konzepte der Vergangenheit über Bord geworfen.

Denn klar ist auch, dass Williams endlich wieder einen Schritt nach vorne machen muss. Seit 2014, als man mit 320 Zählern noch WM-Dritter wurde, punktete man von Jahr zu Jahr schlechter. 2017 waren es gerade einmal noch 83 magere Pünktchen, die für WM-Platz fünf reichten. Und 2018 könnte es noch weiter nach hinten gehen. "Renault wird sich verbessern", warnt Massa, der auch McLaren in diesem Jahr auf der Rechnung hat.

Williams braucht daher Fortschritte - und geht offenbar gewisse Risiken ein. War die Weiterentwicklung des Autos in den vergangenen Jahren eher konservativ, scheint man für 2018 einen neuen Ansatz zu wählen. "Wir hoffen, dass wir im Vergleich zum diesjährigen Auto (2017; Anm. d. Red.) einen großen Fortschritt machen", bestätigt auch Lowe. Und Ex-Pilot Massa erklärt optimistisch: "Ich glaube, dass sie sich verbessern könnten."

Ganz problemlos läuft die Entwicklung für 2018 in Grove allerdings nicht. "Leider sind wir bei manchen Dingen etwas spät dran", gesteht Lowe. Aus diesem Grund müssten nun alle im Team "sehr hart arbeiten", um für den Saisonauftakt in Melbourne am 25. März bereit zu sein. Die ersten Testfahrten des neuen Jahres in Barcelona beginnen bereits rund einen Monat vorher am 26. Februar.

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