Nützlich und spaßig: Sebastian Vettels erste Ausfahrt 2016

, 26.01.2016

Sebastian Vettel hatte bei seinem ersten offiziellen Einsatz 2016 eine Menge Spaß, weiß aber, dass seine Bestzeit beim Pirelli-Test nicht viel Wert besitzt

Erstes Mal im Auto, erste Bestzeit: Das Formel-1-Jahr 2016 beginnt für Sebastian Vettel nach Maß. Der Heppenheimer holte sich heute beim Reifentest für Hersteller Pirelli in Le Castellet die Wochenbestzeit auf künstlich bewässerter Piste. Zwar weiß auch der viermalige Weltmeister, dass die Zeiten mit 2015er-Boliden nichts zu bedeuten haben, dennoch war der Test für ihn ein erfreulicher Bonus.

"Es ist immer nützlich, wenn man das Auto fährt und es macht auch immer Spaß", erklärt er am Rande des Tests auf dem Circuit Paul Ricard. "Wenn man den ganzen Tag im Regen fährt, dann macht das schon eine Menge Spaß." Doch vor dem Vergnügen stand an diesen beiden Tagen eigentlich die Arbeit für Pirelli, die auf diesem Weg nützliche Informationen für ihr Regensortiment der Saison 2016 sammeln wollten.

Viel zu lernen gab es für Vettel und Ferrari hingegen nicht. Weil man mit unmarkierten Prototypen gefahren ist, halten sich die Erkenntnisse für die Teams in Grenzen: "Man fährt blind, von daher hat man nur eine grobe Ahnung, welche Reifen man testet. Man weiß, wie sich die Reifen im vergangenen Jahr angefühlt haben, aber es ist nicht klar, was passieren wird", resümiert der Deutsche.

"Es gibt natürlich ein paar Sätze, mit denen man ein besseres oder schlechteres Gefühl in einigen Bereichen hat, von daher gibt es ein paar Ergebnisse, aber nun liegt es an Pirelli, etwas daraus zu machen." Viel zu meckern hat Vettel nach dem Test eigentlich nicht. Die Piloten waren heute auf einer etwas trockeneren Piste unterwegs, um die Reifen auch ein wenig in Probleme zu bringen, doch die gab es laut dem Ferrari-Piloten eigentlich kaum.

"Es ist natürlich, dass die Regenreifen ein wenig mehr leiden, je trockener es ist. Es gab aber keinen plötzlichen Abfall", sagt er und spricht über das heutige Programm: "Wir sind vornehmlich mit dem Regenreifen gefahren und hatten am Ende einen Versuch mit Intermediates, um eine Idee vom Übergangspunkt zu bekommen." Was das alles aber am Ende wert sein wird, weiß vorerst nur Pirelli, die die Daten nun in Italien auswerten werden.

Alle anderen werden erst Ende Februar erste Erkenntnisse bekommen, wenn die Formel 1 in Barcelona ihre erste von zwei Testwochen vor der Saison abhalten wird. Bis dahin bleibt den Teams noch ein Monat Zeit, um die Autos fertig zu bekommen. Auch bei Ferrari ist man noch nicht in den letzten Zügen angekommen: "Das Auto steht noch nicht rum und wartet nur darauf, vorgestellt zu werden", sagt Vettel auf die Frage, ob er das neue Auto schon gesehen habe. "Wir fangen an, es zusammenzubauen. Ich habe gesehen, wie es aussehen soll, aber noch habe ich es nicht an einem Stück gesehen."

Noch hat Ferrari keinen Präsentationstermin für den neuen Boliden bekannt gegeben, und bis es soweit ist, hat auch Vettel noch einen vollen Terminkalender. In Maranello warten beispielsweise einige Simulatorsessions auf den 28-Jährigen, und auch sonst gilt es noch an einigem zu feilen, meint er grinsend: "Ich möchte vielleicht ein paar Extras von Weihnachten loswerden, die noch an meinem Körper hängen."

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