Technikchefs: Formel-1-Auto wäre fit für 24-Stunden-Rennen

, 25.06.2015

Die Zuverlässigkeitsprobe Le Mans trauen Williams und Ferrari ihren Autos zu, auch wenn etwa das Getriebe sich nie einer solchen Belastung stellen muss

Mit seinem Le-Mans-Gesamtsieg hat Nico Hülkenberg gezeigt, dass die Formel-1-Piloten es mit den Sportwagen-Assen der Langstrecken-WM (WEC) in ihrem Metier aufnehmen können. Doch wie steht es um die Autos der Beletage der Monoposto-Szene? Ferrari-Motorenchef Mattia Binotto ist überzeugt, dass auch sie in der Lage wären, bei einem 24-Stunden-Rennen zu bestehen. "Die Antriebsstränge verzeichnen zumindest annähernd die Le-Mans-Distanz. Sie können es schaffen", erklärt der Italiener.

Gemessen den dem Porsche-Erfolg 2015 bedeutet das: 395 Runden à 13,629 Kilometer, also rund 5.384 Kilometer Gesamtdistanz. Williams-Technikchef Pat Symonds ist sich bewusst, dass in der Formel 1 das Getriebe nach fünf Rennwochenenden getauscht werden darf und damit im Falle des Bauteils der Ernstfall nie geprobt wurde. Dennoch meint er: "Wir sollten es hinbekommen. Auch wenn wir es bisher nicht umgesetzt haben, sind wir mit Testmodellen mehr als 4.000 Kilometer weit gekommen."

Symonds pflichtet Binotto bei: "Auch die Antriebe sind an einem Punkt angelangt, dass wir es schaffen können. Die Ingenieurskunst ist sehr viel feiner geworden und das Verständnis für das Zusammenspiel der Komponenten viel besser. Das erlaubt es uns, die nötige Zuverlässigkeit zu gewährleisten", vermutet der Brite eineinhalb Jahre nach Einführung der V6-Turbo-Hybrid-Formel. Für Symonds ist mitentscheidend, dass sich auch der Charakter des Sarthe-Klassikers geändert hat: "Die Formel 1 besteht weiter aus Sprintrennen, aber ich halte Le Mans heute für ein Sprintrennen über 24 Stunden."

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