VLN: Zweiter Saisonsieg für den Firkadelli-Porsche

, 05.07.2014

Chaos um die Startaufstellung, zwei Stunden Verspätung und dann ein Porsche-Festival: Das fünfte Saisonrennen der VLN sorgte für reichlich Gesprächsstoff

Das 54. Reinoldus-Langstreckenrennen, der fünfte Saisonlauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014, sorgte heute am Nürburgring wieder einmal für Gesprächsstoff. Nach einer rund zweistündigen Startverzögerung ging das Rennen statt vier nur über 2:45 Stunden - damit wurden bereits drei von fünf Saisonrennen nicht über die volle Distanz von vier Stunden ausgetragen. Der Sieg ging am Ende an den Frikadelli-Porsche von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Frank Stippler. Doch bis dahin war es ein weiter Weg.

Denn am Mittag herrschte am Nürburgring Konfusion. Um 12 Uhr hätte das Rennen gestartet werden sollen, doch zu diesem Zeitpunkt standen noch alle Fahrzeuge in der Box - und das sollte noch einige Zeit so bleiben. Der Grund war lange nicht offensichtlich, wurde dann aber klar. Im Qualifying war nach einem schweren Unfall am Flugplatz eine Code-60-Zone eingerichtet worden, in der die Fahrer mit maximal 60 km/h fahren dürfen.

Das taten jedoch eine ganze Reihe von Piloten nicht, weshalb die Rennleitung zunächst nicht in der Lage war, eine offizielle Startaufstellung zu präsentieren. Erst kurz vor 14 Uhr stand das Ergebnis der Untersuchungen fest: Nicht weniger als 50 Fahrzeugen wurde die schnellste Trainingszeit gestrichen, bei acht Auto wurden sogar sämtliche Trainingszeiten annulliert!

Alzen/Buurman treten nicht zum Rennen an

Dies betraf unter anderem die ursprünglichen Polesetter Uwe Alzen/Yelmer Buurman (BMW Z4 GT3), die daraufhin nicht zum Rennen antraten. Auch der zunächst auf Platz vier qualifizierte Frikadelli-Porsche wurde ans Ende der ersten Startgruppe verbannt, allerdings kam Schmitz aus der ersten Runde schon als Vierter zurück. Eine Runde später hatte die schnelle Piloten dann schon die Spitze übernommen und fuhr dem Feld davon.

Die Führung gab das Auto im weiteren Rennverlauf nicht mehr ab. Damit gelang der Firkadelli-Mannschaft als erstem Team in der VLN-Saison ein zweiter Gesamtsieg. Bei regnerischen Bedingungen wurde das Rennen in Abwesenheit einiger Top-Starter aus dem GT3-Lager am Ende zu einem regelrechten Porsche-Festival. Im Ziel belegten fünf 911er die ersten fünf Positionen.

Auf Position zwei kamen Adam Osieka, Christopher Mies und Steve Jans im 911 GT3 997 Cup des GetSpeed-Teams. Platz drei ging an einen weiteren Cup-Porsche aus dem Team von Raceunion-Teichmann, der von Dominik Brinkmann, Felipe Laser und Markus Palttala gesteuert wurde. Bester Nicht-Porsche waren auf Position sechs Markus Ostreich/Thomas Schmid im Audi TTRS 2.0.

Viele GT3-Teams ohne Glück

Der Ford GT3 von Jürgen Alzen und Dominik Schwager, der die Pole-Position geerbt und das Rennen in der Anfangsphase angeführt hatte, verlor knapp eine halbe Stunde vor Rennende durch einen Reifenschaden eine Runde und kam auf Platz 13 ins Ziel. Auch andere Fahrzeuge, die zunächst um die Spitze kämpften, hatten wenig Rennglück.

Von zwischenzeitlich Position zwei ging es für den Ferrari 458 Italia des Teams GT Corse by Rinaldi (Mike Jäger, Arturo Devigus, Alexander Mattschull und Marco Seefreid) bis auf Rang zehn zurück. Für den von Position zwei ins Rennen gestartete Wochenspiegel-Porsche von Georg Weiss/Oliver Kainz/Michael Jacobs/Jochen Krumbach war das Rennen nach gut einer Stunde mit technischem Defekt im Bereich Pflanzgarten beendet.

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