Argentinien auch nach Lopez' WTCC-Abgang gesetzt

, 18.08.2016

Die WTCC will auch nach dem Abgang von Jose-Maria Lopez am Rennen in Argentinien festhalten: Termas de Rio Hondo einziger Kandidat

Mit Jose-Maria Lopez verliert die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) am Ende der Saison ihren argentinischen Helden. Doch das bedeutet nicht, dass die Serie zukünftig auf Auftritte im Heimatland des zweimaligen Weltmeisters verzichten will. Auch nach seinem Wechsel in die Formel E will die WTCC weiterhin Rennen in Argentinien austragen, denn Nachfolger für Lopez stehen schon in den Startlöchern.

"Wir verlieren am Ende der Saison den König der Tourenwagen. Aber ich habe das Gefühl, dass wir im nächsten Jahr ein oder zwei neue argentinische Fahrer in der Serie sehen werden", sagt Serienchef Francois Ribeiro. Damit spielte der Franzose einerseits auf Esteban Guerrieri an, der mit seiner starken Vorstellung beim Gaststart Anfang August viele im Fahrerlager beeindruckt hat. Zweiter Kandidat ist Nestor Girolami, der nach einem Test für Volvo vor einem Comeback in der WTCC steht.

Vor diesem Hintergrund will Promoter Eurosport Events die Verträge über die Durchführung des Rennens verlängern. Während man sich mit dem lokalen Veranstalter, der argentinischen Tochter der Messe Frankfurt, weitgehend einig ist, müssen die Kontakte zur der argentinischen Regierung nach dem Regierungswechsel im November 2015 erst neu geknüpft werden.

"Es gab einen Wechsel in der argentinischen Regierung, dessen bin ich mir bewusst", spricht Ribeiro den Knackpunkt der Verhandlungen an. Denn ohne finanzielle Unterstützung durch den argentinischen Staat stünde das Rennen vor dem Aus. "Es müsste aber schon etwas Außergewöhnliches passieren, damit Argentinien aus dem Kalender fällt." Denn aus Sicht des Serienchefs ist der in der Vergangenheit mit der argentinischen Regierung ausgehandelte Vertrag für diese ein gutes Geschäft.

"Für jeden Euro, den sie in das Rennen investieren, bekommen sie von Eurosport paneuropäische Werbung im Gegenwert von ebenfalls einem Euro für den Tourismus in Argentinien", so Ribeiro. "Sie gewinnen also doppelt. Zum einen, weil sie in Argentinien einen Lauf zur Weltmeisterschaft austragen, was ihnen alleine 15 Millionen Zuschauer bringt. Zum anderen, weil sie für jeden investierten Euro entsprechende Werbung auf Europas größtem Sportsender bekommen."

Daher ist Ribeiro zuversichtlich, dass die WTCC auch 2016 wieder nach Argentinien reisen wird. Als Rennstrecke ist dabei weiterhin Termas de Rio Hondo gesetzt, und zwar aus einem ganz einfachen Grund. "In Argentinien gibt es nur eine Rennstrecke mit FIA-Homologation, und das ist Termas", erklärt Ribeiro.

Allerdings kann sich der Serienchef unter den richtigen Bedingungen, konkret Renovierung und Neu-Homologation der Strecken, auch einen Umzug auf den spektakulären Vulkan-Kurs von San Luis oder auf die zentral gelegene ehemalige Formel-1-Strecke von Buenos Aires vorstellen.

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