Generationswechsel: Verliert die WTCC ihre "großen Namen"?

, 30.05.2015

Yvan Muller, Gabriele Tarquini und James Thompson: Laut Serienchef Francois Ribeiro muss die ältere Generation im WTCC-Starterfeld um ihre Cockpits bangen

Auf Abschiedstournee in der WTCC-Saison 2015? Laut Serienchef Francois Ribeiro ist es durchaus denkbar, dass einige "große Namen" der Meisterschaft nicht erhalten bleiben werden. Es deute sich nämlich ein Generationswechsel in der WTCC an, der Tourenwagen-Routiniers wie Gabriele Tarquini das Cockpit kosten könnte. Das Aus von James Thompson bei Lada könnte also erst der Anfang sein.

Serienchef Ribeiro macht die zur WTCC-Saison 2014 eingeführten TC1-Regeln für diesen Trend verantwortlich. Er sagt: "Die neuen Regeln stellen den Fahrermarkt ziemlich auf den Kopf. Die junge Generation wird es der älteren Generation um Tarquini und Thompson ziemlich schwer machen. Aber so ist es im Leben", meint Ribeiro und fügt hinzu: "Irgendwann drückt dich die junge Generation weg."

Vor allem dann, wenn attraktive Positionen bei Werksteams zu haben sind. Das, so glaubt Ribeiro, wird schon in Kürze verstärkt der Fall sein. "Wenn wir Glück haben, werden in den nächsten zwölf bis 18 Monaten zehn Werkscockpits verfügbar sein. Wir werden auch Leute von außen holen müssen. Das wird der Rennserie guttun. Allerdings", so Ribeiro, "werden wir auch einige große Namen verlieren."

Die "alte Garde" um Tarquini (53 Jahre), Rickard Rydell (47 Jahre) oder Yvan Muller (45 Jahre) könnte also bald ins Abseits gedrängt werden. Wie Thompson (41 Jahre), den Lada kürzlich zugunsten von Jaap van Lagen aussortiert hat. WTCC-Serienchef Ribeiro sorgt sich jedenfalls nicht um die Routine in seinem Starterfeld: "Wenn Gabriele mit 53 am Jahresende aufhören sollte, wäre das kein Problem."

Vor allem dann nicht, wenn - wie Ribeiro glaubt - der Nachwuchs verstärkt in die WTCC drängen sollte. "Man wird überrascht sein, welche Fahrerkaliber in den kommenden Monaten zur Meisterschaft stoßen oder Testfahrten bestreiten werden. Das Niveau steigt so rasant an, es ist unglaublich", sagt Ribeiro. "Schon nächstes Jahr werden wir einige neue Namen dabei haben. Ihr werdet schon sehen."

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