Huff zürnt Tarquini: "Er muss mich fünfmal getroffen haben"

, 28.09.2015

Rob Huff beschwert sich über die aus seiner Sicht überharte Fahrweise von Gabriele Tarquini beim Start des ersten Rennens der WTCC in Schanghai

Während das erste Rennen des Wochenendes in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), nicht zuletzt mit Blick auf die kurze Reparaturpause vor dem zweiten Lauf, üblicherweise recht gesittet abläuft, ging es am Sonntag in Schanghai gleich in der ersten Runde mächtig rund . Durch mehrere Kollisionen wurden nicht weniger als fünf der 17 Fahrer aus dem Rennen gerissen. Unter ihnen Rob Huff (Lada), der Opfer eines aus seiner Sicht überhart fahrenden Gabriele Tarquini (Honda) wurde.

"Er muss mich fünf Mal getroffen haben, bevor er mir in die Seite gefahren ist und dabei mein Auto kaputt gemacht hat", beklagt sich Huff über den Fahrstil seines Kollegen. Bei dieser letzten Berührung brach die linke Hinterradaufhängung seines Vesta, Huffs Rennen war damit beendet.

Tarquini, des seinen Civic ebenfalls abstellen musste, sah die Angelegenheit zwar als normalen Zweikampf an, doch dieser Ansicht konnten sich die Rennkommissare nicht anschließen. Sie versetzten den Italiener als Verursacher der Kollision bei den nächsten Rennen in Thailand in der Startaufstellung um fünf Positionen zurück.

Huff war unterdessen nicht der einzige im Lada-Lager, der sich über den Fahrstil in Schanghai ärgerte. "Ich bin über das sportliche Verhalten einiger Jungs überrascht", sagt auch Teamkollege Nick Catsburg. "Sie versuchen zu dritt nebeneinander zu fahren, fahren sich gegenseitig in die Kiste und stechen in Lücken, die gar keine sind", findet der Niederländer.

Teamchef Viktor Schapowalow sah die harten Zweikämpfe von Schanghai mit gemischten Gefühlen. "Das war heute wieder Tourenwagen-Sport wie er sein soll", sagte er nach den Rennen. "Diese Aufregung ist gut für die Zuschauer, aber nicht so gut für die Autos, die dabei kaputt gehen."

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