Möglicher Citroen-Ausstieg: Macht Loebs Team weiter?

, 06.09.2015

Sebastien Loeb kann sich vorstellen, nach einem möglichen Ausstieg des Citroen-Werksteams mit seinem eigenen Rennstall in der WTCC weiterzumachen

"2016 treten wir in zwei Disziplinen an: Rallye-WM und Tourenwagen-WM. Wir haben jedoch entschieden, dass Citroen 2017 nur noch in einer Disziplin offiziell antreten wird", hatte Citroen-Geschäftsführerin Linda Jackson Anfang Juli verkündet. Das heißt jedoch nicht, das ab 2017 in WRC oder WTCC keine Citroen mehr fahren, denn das entscheidende Wort in Jacksons Ankündigung heißt "offiziell" und bedeutet lediglich, dass es kein Werksteams von Citroen mehr geben wird.

In der WTCC würde das einen Einsatz der C-Elysee unter der Bewerbung eines Privatteams freilich nicht ausschließen, und hier kommt Sebastien Loeb mit seinem Rennstall ins Spiel. Der setzt in diesem Jahr bereits ein Auto für Mehdi Bennani in der WTCC ein, zudem betreuen Mechaniker des Loeb-Teams den vierten Werkswagen von Qing-Hua Ma. Ein denkbares Szenario für die Saison 2017 wäre, dass Sebastien-Loeb-Racing (SLR) nach einem möglichen Rückzug des Werksteams von Citroen den Einsatz mehrere Autos übernimmt - zumindest auf dem Papier.

Diese Variante, über die schon unmittelbar nach der Ankündigung von Citroen spekuliert wurde, bringt nun auch Teambesitzer Loeb selbst ins Spiel. "Wenn Citroen die WTCC verlasen sollte, würde mich niemand daran hindern mit meinem Team als Privatfahrer weiterzumachen", wird Loeb von der belgischen Zeitung 'La Derniere Heure' zitiert.

Das Engagement in der WTCC will Loeb, der das Team zusammen mit seinem Förderer und Freund Dominique Heintz führt, auf jeden Fall fortsetzen, wie er im Interview mit 'Motorsport-Total.com' beteuert. Darüber hinaus ist SLR auch in Frankreich im GT-Sport und Porsche-Markenpokalen aktiv. Und vor allem dort möchte Loeb das Engagement seines Teams noch ausbauen.

"Wir wollen in den Porsche-Supercup. Und Rallyes wären vielleicht ein Plan für die Zukunft. Ich kann aber nicht sagen, wann und wo", so Loeb. "Wir würden aber auf jeden Fall langsam anfangen und nicht in der WRC."

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