WTCC 2015 im Rückspiegel (11): "Pechito" wieder Champion

, 12.01.2016

Zum Beginn des Jahres 2016 blickt 'Motorsport-Total.com' auf die Rennwochenenden der WTCC-Saison 2015 zurück - Heute: Buriram

Auf zu neuen Ufern: Dieses Motto gilt auch beim vorletzten Rennwochenende der Saison 2015 für die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC). Austragungsort der Saisonrennen 21 und 22 ist der Chang International Circuit im thailändischen Buriram. Dort soll erstmals in der Geschichte der WTCC ein Rennen in den Sonnenuntergang hinein gefahren werden. Doch das klappt nicht so, wie es sich die Organisatoren vorgestellt haben, doch dazu später mehr.

Jose-Maria Lopez (Citroen) hat in Thailand seinen ersten Matchball. Gewinnt der Argentinier dort ein Rennen, kann sein Teamkollegen Yvan Muller machen was er will: Der zweite WM-Titel in Folge wäre "Pechtio" nicht mehr zu nehmen. Im Qualifying, das diesmal planmäßig am Sonntagmorgen stattfindet, verschafft sich Lopez mit der Pole-Position eine gute Ausgangsposition.

Und die hat er im ersten Rennen auch dringend nötig, denn hinter ihm kracht es gewaltig. In der ersten Runde verbremmst sich Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) bei der Anfahrt zu Kurve zwei und räumt dabei die beiden Ladas von Nick Catsburg und Nicolas Lapierre ab. Für Coronel ist damit zum zweiten Mal in Folge ein Rennwochenende schon nach wenigen Metern gelaufen.

Crash zerstört Mullers letzte Titelchance

Fünf Kurven später scheppert es erneut. Muller, Hugo Valente (Campos-Chevrolet), Norbert Michelisz (Zengö-Honda), Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) und Tiago Monteiro (Honda) kollidieren in einer Art Kettenreaktion miteinander. Muller kann seinen havarierten Citroen zwar noch in die Box zurückschleppen, muss ihn dort aber abstellen.

Damit ist der Weg frei für Lopez, der an der Spitze ungefährdet zum Sieg fährt und damit standesgemäß seinen Titel verteidigt. Sebastien Loeb und Qing-Hua Ma komplettieren den Citroen-Dreifacherfolg.

Im zweiten Rennen stehen mit Michelisz und Monteiro zwei Hondas in der ersten Startreihe. Michelisz führt das Rennen zunächst an, muss dann aber Monteiro ziehen lassen. Kurz darauf folgt die nächste schlechte Nachricht. Da sein Team nach dem Crash im ersten Rennen gegen die Parc-Ferme-Bestimmungen verstoßen hat, erhält der Ungar eine Durchfahrtsstrafe.

Monteiro kann sich nur kurz über den Sieg freuen

Für Aufregung sorgt im zweiten Rennen Ma, der sich mehrfach mit seinen Teamkollegen anlegt. Erst rammt er Mullers Auto. Dabei bricht die Radaufhängung am Fahrzeug des Franzosen, für den auch das zweite Rennen mit einem Ausfall endet. Anschließend schickt Ma seinen Teamkollegen Lopez bei einem harten Angriff in die Auslaufzone. Der Einsatz des Chinesen wird jedoch (zunächst) mit einem dritten Platz belohnt.

An der Spitze kommt Loeb dem Führenden Monteiro immer näher, doch dieser wird drei Runden vor dem geplanten Rennende durch die rote Flagge gerettet. Der Grund für den Rennabbruch ist kurios: Durch die Safety-Car-Phase nach den Unfällen in Rennen 1 kommt es zu Verzögerungen im Zeitplan. Daher ist die Sonne mittlerweile komplett untergegangen, und die Flutlichtanlage liefert nicht genügend Licht für eine sichere Durchführung des Rennens.

Über seinen Sieg freuen kann sich Monteiro aber nur einige Stunden. Nach stundenlangen Beratungen wird der Portugiese disqualifiziert, weil die Bodenfreiheit seines Civic zu niedrig war. Damit erbt Loeb den Sieg und vorläufig WM-Rang zwei. Honda macht den Unfall im ersten Rennen für die zu niedrige Bodenfreiheit verantwortlich, zieht einen angekündigten Protest später aber wieder zurück.

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