WTCC Katar: Lopez stürmt unaufhaltsam zur Pole-Position

, 27.11.2015

Gegen Jose-Maria Lopez ist in Katar kein Kraut gewachsen: Souverän fährt der Weltmeister im Qualifying zur siebten Saison-Pole - Drei Marken in den Top 5

Jose-Maria Lopez (Citroen) hat seine Dominanz bei der letzten Saisonstation der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) am Freitag auch im Qualifying von Losail/Katar fortgesetzt. Der Argentinier, der bereits als Weltmeister feststeht, war nach seinen Bestzeiten in den Freien Trainings auch in allen drei Abschnitten des Qualifyings der Schnellste und fuhr souverän auf die Pole-Position. Im ersten Rennen wird Lopez damit zum siebten Mal in dieser Saison auf Startplatz eins stehen.

An seiner Seite wird dann sein Markenkollege Mehdi Bennani (SLR-Citroen) stehen, der im Qualifying eine starke Leistung zeigte und damit im Kampf um den Titel in der Privatfahrerwertung im Vorteil ist. Drittschnellster im Einzelzeitfahren der Top 5 war Sebastien Loeb (Citroen), gefolgt von Hugo Valente (Campos-Chevrolet) und Nick Catsburg (Lada), womit drei verschiedene Hersteller unter den Top 5 vertreten waren.

Lopez hatte zu keinem Zeitpunkt Zweifel an seinen Ambitionen auf die Pole-Position aufkommen lassen und steigerte sich nah den Bestzeiten in Q1 und Q2 im finalen Abschnitt abermals. Mit einer Zeit von 2:00.947 Sekunden unterbot Lopez als erster WTCC-Fahrer in Losail die Marke von 2:01 Minuten und war 0,364 Sekunden schneller als Bennani.

Lopez der Pole-König der Saison 2015

"Es ist eine Menge Arbeit, aber wir haben uns hier seit der ersten Runde wohlgefühlt", beschreibt der Weltmeister sein Erfolgsrezept. "Dadurch konnten wir ohne Druck arbeiten. Und dass wir die Meisterschaft schon gewonnen haben, macht es auch etwas leichter. Das hat mir geholfen." Mit sieben Poles ist Lopez auch der Sieger des DHL-Pole-Awards 2015. Über den Sieg des Argentiniers darf sich eine Stiftung in seinem Heimatland freuen, die von WTCC-Seriensponsor DHL einen vierstelligen Euro-Betrag als Spende erhielt.

Zufriedene Mienen gab es nach dem Qualifying auch im Lager von Bennani. "Es ist toll, dass wir gegen die Werksteams kämpfen können", freut sich der Marokkaner, der nun eine gute Ausgangsposition hat, um in der Privatfahrerwertung die sieben Punkte Rückstand auf Norbert Michelisz (Zengö-Honda) aufzuholen. Loeb war bei seiner schnellen Runden in Q3 in den ersten beiden Sektoren schneller als Bennani, war dann aber laut eigener Aussage in den Schlusskurven zu vorsichtig und büßte seinen Vorsprung auf den Marokkaner ein.

Q2 endete für Tiago Monteiro (Honda) mit einer bösen Überraschung. Der Portugiese lag lange Zeit auf Rang zehn und hielt damit die Pole-Position in der umgekehrten Startaufstellung für Rennen 2. Doch dann qualifizierte sich Catsburg in den letzten Sekunden von Q2 für Q3 und verdrängt Monteiro damit auf Position elf. Freuen durfte sich darüber John Filippi (Campos-Chevrolet), der nun das zweite Rennen vom besten Startplatz in Angriff nehmen wird.

Honda-Werksfahrer weiterhin in nirgendwo

Ausgeschieden waren in Q2 auch Michelisz, Qing-Hua Ma, Yvan Muller (beide Citroen), und Tom Coronel (ROAL-Chevrolet). Das bedeutet für Muller im Kampf um die Vizemeisterschaft gegen Sebastien Loeb ein kleinen Rückschlag. "Seit fünf Rennen habe ich Probleme, das richtige Setup zu finden, und hier war es genau so. Position sieben war das beste, was möglich war", sagt ein sichtlich enttäuschter Muller. Hinter Filippi und Monteiro belegte Nicolas Lapierre (Lada) Rang zwölf.

Nach dem ersten Abschnitt des Qualifyings waren Stefano D'Aste (Münnich-Chevrolet), Gabriele Tarquini (Honda), Gregoire Demoustier (Craft/Bamboo-Chevrolet), Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) Rob Huff (Lada) und Lokalmatador Nasser Al-Attiyah (Campos-Chevrolet) ausgeschieden. Sie werden in der Startaufstellung des ersten Rennens die Positionen 13 bis 18 einnehmen.

Dieses Ergebnis war vor allem für D'Aste eine Enttäuschung, nachdem er bei den Freien Trainings in die Top 10 gefahren war. "Ich habe am Ende der ersten schnellen Kurve einen Fehler gemacht, bin mit dem Hinterreifen von der Strecke abgekommen und habe dabei meine schnellste Runde zerstört", berichte der Italiener. "Das ist schade und tut mir leid, denn wir waren wirklich gut. Seit den vergangenen drei Rennwochenenden sind wir wirklich gut, wir setzen das Auto jetzt ganz anders ein."

Am Freitagabend geht die WTCC-Saison 2015 dann mit den ersten Nachtrennen in der Geschichte der Meisterschaft zu Ende. Rennen 1 wird um 19:30 Uhr gestartet, Rennen 2 folgt um 20:40 Uhr.

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