WTCC Katar: Yvan Muller nach Sieg Vizemeister

, 27.11.2015

Yvan Muller gewinnt das letzte Rennen der WTCC-Saison 2015 und beendet das Jahr somit als Vizemeister - Norbert Michelisz gewinnt Privatwertung

Yvan Muller (Citroen) hat am Freitag in Losail/Katar das 24. und letzte Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2015 gewonnen. Mit seinem sechsten Saisonsieg fing Muller im Kampf um die Vizemeisterschaft seinen Teamkollegen Sebastien Loeb ab und sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung Gesamtrang zwei. Auch die Entscheidung in der Privatfahrerwertung fiel erst im letzten Saisonrennen. Hier verteidigte Norbert Michelisz (Zengö-Honda) mit Gesamtrang drei die Führung vor Mehdi Bennani (SLR-Citroen).

Muller war von Platz drei in der umgekehrten Startaufstellung ins Rennen gegangen und setzte sich in Runde sechs beim Neustart nach einer Safety-Car-Phase rustikal gegen John Filippi (Campos-Chevrolet) durch, der auf Startplatz eins gestanden hatte. Filippi verteidigte seine Position in der ersten Kurve nur halbherzig gegen Muller, machte die Türe zunächst auf und dann zu, woraufhin beide miteinander kollidierten und Filippi sich drehte.

Mullers C-Elysee überstand die Kollision unbeschadet, sodass sich der Franzose in der Folge von seinem Teamkollegen Qing-Hua Ma absetzte und das zweite Nachtrennen der WTCC gewann. Da Loeb nicht an Michelisz vorbeikam, blieb dem neunmaligen Rallyeweltmeister das Happy End nach zwei Jahren WTCC verwehrt. Statt mit der Vizemeisterschaft verabschiedet sich der Franzose wie im Vorjahr als Gesamtdritter aus der Serie.

Michelisz bester Privatier

Mehdi Bennani kam hinter Loeb auf Rang fünf ins Ziel. Der reichte dem Marokkaner nicht, um seine Aufholjagd in der Privatfahrerwertung erfolgreich abzuschließen. Umso größer war der Jubel bei Michelisz und seinem Zengö-Team. Hugo Valente (Campos-Chevrolet), Gabriele Tarquini (Honda), Jose-Maria Lopez (Citroen), Tiago Monteiro (Honda) und Nicolas Lapierre (Lada) komplettierten auf den Positionen sechs bis zehn die Top 10.

Schon vor dem Start des Rennens hatte die laut eigener Aussage "schlimmste Saison" von Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) ein entsprechendes Ende gefunden. Der Niederländer hätte den Finallauf eigentlich von Startposition zwei in Angriff nehmen sollen, doch im ersten Rennen hatte sein Auto Öl verloren. Den ROAL-Mechanikern gelang es nicht, den Defekt innerhalb der Reparaturzeit zwischen den Rennen zu beheben, weshalb Coronel aus der Boxengasse starten musste. Dennoch hatte ROAL Grund zum Jubeln, denn der italienische Rennstall gewann die Wertung der Privatteams.

Nach einer Kollision, in die Tom Chilton (ROAL-Chevrolet), Stefano D'Aste (Münnich-Chevrolet) und Nick Catsburg (Lada) verwickelt waren, wurde das Rennen nach der ersten Runde mit dem Safety-Car neutralisiert. Was war passiert? "In Kurve 1 habe ich einen Citroen leicht berührt, aber in Kurve 2 bekam ich dann einen gewaltigen Schlag auf das linke Hinterrad, das dann abgebrochen ist", berichtet Catsburg. "Ich habe versucht, von der Linie zu gehen, aber Stefano konnte mir nicht mehr ausweichen."

Catsburg und D'Aste nach Kollision ausgeschieden

Diese Darstellung bestätigte D'Aste. "Als Nicky vor mir auftauchte, war sein Rad schon abgebrochen. Weder er noch ich konnten uns in Luft auflösen. Mich hat aber auch jemand von hinten getroffen." Nur Chilton konnte das Rennen nach einem Ausflug durch das Kiesbett wieder aufnehmen, die Bergung der Autos von Catsburg und D'Aste zog sich bis zur sechsten Runde hin.

Filippi brachte Startplatz eins kein Glück, denn auch ohne die Kollision mit Muller wäre der junge Franzose nicht im Vorderfeld gelandet. Filippi rollte am Start zu früh an und erhielt daher eine Durchfahrtsstrafe. Rob Huff musste seinen Lada mit Bremsproblemen in der Box abstellen.

Die WTCC geht nun in die Winterpause. Der Rennkalender für die Saison 2016 soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

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