Bugatti Veyon Grand Sport Vitesse: Das stärkste Cabrio der Welt

, 24.02.2012


Brachial: Bugatti katapultiert sich in eine neue Dimension des Offenfahrens. Nicht weniger als 1200 PS und atemberaubende 1500 Nm Drehmoment generiert der neue Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Das ist zweifellos der bislang leistungsstärkste Serien-Roadster aller Zeiten. Optisch angelehnt an den Bugatti Veyron Super Sport, der den aktuellen Geschwindigkeitsweltrekord von 431 km/h hält, überzeugt der Vitesse auch mit dessen fahrdynamischen Eigenschaften.


Fast unvorstellbar sein dürfte das Gefühl, wenn der Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse in rund 2,5 Sekunden aus dem Stand Tempo 100 erreicht. Der Vortrieb mit aufgesetztem Hardtop soll erst bei 410 km/h enden. Bei offener Fahrweise wird die Top-Speed in einer noch nicht genannten Höhe eingebremst. Das Hardtop passt leider nicht in den Kofferraum, so dass bei schlechtem Wetter ein Stoffverdeck herhalten muss, mit dem allerdings nur eine Vmax von 150 km/h erlaubt sein soll.

Der Leistungszuwachs des 8,0 Liter großen 16-Zylinder-Triebwerkes wird vor allem durch den Einsatz von vier größeren Turboladern und Ladeluftkühlern erreicht. Um die immens hohen Fahrleistungen sicher zu beherrschen, überarbeitete Bugatti aufwändig das Fahrwerk des offenen Hochleistungssportwagens. Man hob die Hauptfederraten leicht an und verstärkte die Stabilisatoren. Zusammen mit den aus dem Rennsport adaptierten Dämpfern sollen Räder und Fahrzeug spürbar exakter kontrolliert werden.

Neben dem hohen querdynamischen Potential sorgt das optimierte Zusammenspiel der Reifen mit dem intelligenten Allradsystem für ein perfektes Handling. Gewaltige 1.500 Nm erlauben am Kurvenausgang noch extremere Beschleunigungswerte. Um die immensen Kräfte sicher übertragen zu können, verstärkten die Macher umfangreich sämtliche Komponenten des Antriebsstranges.

Auf den ersten Blick ist der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse an seiner flachen Silhouette zu erkennen. Anstelle der über dem Motor positionierten Lufthutzen, wie bei der „kleinen“ 1001-PS-Version, versorgen zwei hinter dem Cockpit eingelassene NACA-Düsen das 16-Zylinder-Triebwerk mit Atemluft. Die Frontpartie wird von großen Lufteinlässen geprägt. Der unterste Luftschlitz zieht sich seitlich bis ins Radhaus hinein und verleiht dem Ausnahmesportwagen ein souveränes Auftreten. Die modifizierte Heckpartie wird von einem Doppeldiffusor und einer zentral angeordneten breiten Abgasanlage sportlich definiert.


Die große Herausforderung, den neuen Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse mit einem herausnehmbaren Dachmodul darzustellen, erwächst aus seiner besonderen Strukturbauweise. Die optimale Kombination aus Aufbausteifigkeit und Leichtbau bedingt die in Monocoque-Bauweise ausgeführte, extrem feste und federleichte Fahrgastzelle, die als zentrales Element der Fahrzeugstruktur dient.

Wird der Fahrgastzelle mit dem Dach ein integraler Bestandteil entnommen, müssen die Lastpfade zum Erhalt der hohen Steifigkeit und Crash-Sicherheit - einschließlich Seitenaufprall- und Überrollschutz - neu definiert werden. Folglich dürfte Bugatti unter anderem das Monocoque im Bereich der Seitenschweller und des Mitteltunnels verstärkt haben. Die B-Säulen sind vermutlich über einen Kohlefaserträger querversteift. Auch unter dem Mitteltunnel könnte eine zentrale Carbon-Platte dazu dienen, einen verwindungsarmen Roadster darzustellen.

„Der Verkaufserfolg des Super Sport hat uns überzeugt, auch den Roadster von Bugatti mit noch mehr Leistung anzubieten. Unsere Ingenieure haben einmal mehr ganze Arbeit geleistet und bewiesen, dass Bugatti die Grenzen des technisch Machbaren ständig neu definiert“, sagt Bugatti-Präsident Wolfgang Dürheimer, „Wir haben alles daran gesetzt, die Errungenschaften im Super Sport auf den Grand Sport zu übertragen und dabei das offene Fahren selbst bei hohen Geschwindigkeiten zu einem außergewöhnlichen Erlebnis werden zu lassen.“

Zu den Preisen des Veyron Grand Sport Vitesse äußerte sich Bugatti noch nicht. Für den geschlossenen Bugatti Veyron Super Sport rufen die Franzosen immerhin etwa 1,65 Millionen Euro auf.

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12.07.2012


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