AMG Zukunft: Die Neuheiten und die Ziele der nächsten 5 Jahre

, 02.07.2012


Mercedes-AMG ist weltweit bekannt für seine Performance-Fahrzeuge. Ohne den Motorsport hätte es AMG niemals gegeben - und das gilt auch für die Zukunft. Jetzt gab Mercedes-AMG einen Ausblick auf die Intentionen der kommenden fünf Geschäftsjahre. Auf dem Plan stehen unter anderem neue Kompakt-Sportler und neue Supersportwagen, um in den nächsten fünf Jahren ein Wachstum von 50 Prozent zu erzielen.


Historische Meilensteine: Geburtsstunde mit der roten Sau

Als Geburtsstunde von AMG gilt der zweite Platz beim 24-Stunden-Rennen von Spa/Belgien 1966, bei dem die „rote Sau“, ein Rennwagen auf Basis der S-Klasse, für Furore sorgte. Dieser Erfolg war der erste von vielen, bei dem der Schriftzug AMG auf einem Rennauto stand. Damals wurden die Performance und die Schnelligkeit des von AMG aufgebauten Autos gnadenlos unterschätzt, doch die „rote Sau“ belehrte die Zweifler.

1967 riefen die ehemaligen Daimler-Benz-Mitarbeiter Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher die Performance-Marke AMG ins Leben. Der Name AMG ging aus den Initialen der Nachnamen der beiden Gründer „Aufrecht“ und „Melcher“ und dem ersten Buchstaben ihres Heimatortes Großaspach hervor. Auch das bis heute bekannte AMG-Logo, das die Ziele und Charakterzüge eines AMG-Fahrzeuges wie auch die der gesamten Firma umsetzt, stammt aus dieser Zeit. Auf der einen Seite steht der Apfelbaum an einem Bach, was für das nachwachsende Potential und für AffalterBACH steht, dem Stammsitz der Performance-Schmiede. Rechts prangen auf dem Logo zwei starke technische Symbole, während zur Umrandung zwei Lorbeerzweige dienen, die für den Rennsport stehen.

Ein richtiger Kracher gelang AMG 1986. Der von der amerikanischen Presse liebevoll genannte „Hammer“, ein W124 E-Klasse Coupé, brachte mit einer Top-Speed von 303 km/h eine neue Ära ins Rollen: die 300+ km/h Epoche. Nach diesem Wahnsinnserfolg ging es Schlag auf Schlag in Affalterbach: 1992 kam es zu einer ersten Kooperation zwischen Mercedes-Benz und AMG. 1993 folgte mit dem Mercedes C 36 AMG das erste Auto, das aus dieser Zusammenarbeit hervorging. Seit diesem Zeitpunkt sind außerdem die AMG-Modelle in den Preislisten von Mercedes-Benz zu finden.

1999 kam es zu einem weiteren wichtigen Schritt zur vollständigen Zugehörigkeit zu Mercedes; denn in diesem Jahr kaufte der Weltkonzern einen Großteil der Geschäftsanteile des kleinen Unternehmens aus Affalterbach. Die Komplettübernahme vom Mutterkonzern folgte im Jahre 2005. Seitdem wird AMG zwar wie ein mittelständisches Unternehmen geführt, profitiert allerdings unter anderem von den finanziellen Vorteilen eines Global Players.

Wofür steht AMG heute?

Der vollständige Name lautet heute „AMG - Driving Performance“. AMG steht unter anderem für eine unvergleichliche Kraftentfaltung, ein hervorragendes Handling, einen beeindruckenden Sound sowie eine sportlich-elegante Haptik und Optik. Eine Devise besitzt stets Priorität: „Form follows Function“, die bedeutet, es wird zuerst darauf geachtet, dass die entsprechenden Teile einen merkbaren Vorteil, sei es aerodynamisch oder auch ein Plus an Wohlbefinden für den Kunden, aufweisen, bevor hinterfragt wird, ob das spezifische Teil überhaupt vonnöten wäre.


AMG gibt den Kunden ein „Versprechen“, das AMG-Chef Ola Källenias folgendermaßen formulierte: „AMG liefert seinen Kunden perfekte Technik.“ Diese Zusicherung wird durch den ständigen Drang, das Existierende noch besser zu machen, angetrieben und ist schuld daran, dass wir heute eine so breite Produktpalette an AMG-Modellen zur Auswahl haben.

Ausblick: Deutliche Erweiterung der Produktpalette

AMG plant, seine Produktpalette in naher Zukunft deutlich zu erweitern. Bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren kommen acht neue AMG-Mitglieder auf den Markt. Den Anfang wird 2013 der Mercedes A 45 AMG auf Basis der neuen A-Klasse machen, der gleichzeitig nur den Beginn einer Offensive im Kompaktsegment darstellen soll. Außerdem gibt es ab September 2012 eine „Sport“-Palette, die von Mercedes gebaute Fahrzeuge umfasst und eine Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung sowie eine sportlichere Pedalcharakteristik und ein paar optische Merkmale aus Affalterbach erhalten. Hier markiert der neue Mercedes A 250 Sport den Beginn.

Um im Segment der Kompaktfahrzeuge neue Kunden zu gewinnen, was nach dem Slogan „Driving Performance for the new Gerneration“ eindeutig das Ziel des Unternehmens zu sein scheint, tüftelt AMG momentan an einem komplett neuen 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor. Fakten sind aufgrund des Entwicklungsstadiums bisher leider nur wenige bekannt. Dieser Motor soll 400 Nm Drehmoment und rund 300 PS besitzen - für Serienmotoren eine neue Bestmarke im PS-Hubraum-Verhältnis.

Der finanzielle Aspekt ist bei der Erschließung von neuen Zielgruppen ebenfalls von immens großer Bedeutung. Heute fängt die Preisliste bei AMG mit der Mercedes C 63 AMG Limousine bei 71.757 Euro an, was für einen durchschnittlichen 20- bis 30-jährigen deutlich zu viel ist. Daher ist zu erwarten, dass die neuen kompakten AMG-Modelle bei einer deutlich niedrigeren Preisuntergrenze beginnen werden. Da der Fahrspaß gerade bei den jüngeren Generationen hoch im Kurs steht, entwickelten die Macher ein neues AMG-Performance-Fahrwerk und verbauten die bewährte 7-Gang-Automatik aus den aktuellen Modellen.

AMG-Chef Ola Källenius schwärmte bereits vom neuen Mercedes A 45 AMG und es hieß, man habe den A 45 AMG gegen den Audi RS3 getestet, der trotz eines Plus an Hubraum überhaupt keine Chancen gegen die neue A 45 AMG gehabt hätte. Ob dies zutrifft, lässt sich wohl erst nach einem unabhängigen Test bestätigen.

Wirtschaftliche Ziele von AMG: Weichen auf Wachstum gestellt

Im ersten Quartal 2012 konnte AMG ein Absatzplus von 30 Prozent vorweisen, was das beste Ergebnis seit Firmengründung darstellt. In Zukunft möchte AMG den Absatz weiter steigern und dazu neue Geschäftsfelder erschließen. Momentan deckt die Performance-Schmiede folgende Felder ab: „Performance Cars“ (alle AMG-Fahrzeuge), „Sport Packages and Models“ (die neu eingeführte Sport-Reihe von Mercedes) und die „AMG Driving Academy“ (Fahrertrainings im Schnee und auf Rennstrecken).

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