Lopez: Erstes Qualifying wird die Stunde der Wahrheit

, 23.03.2016

Jose-Maria Lopez sieht einen weiteren Titelgewinn in der WTCC nicht für selbstverständlich an, könnte aber auch mit einer Niederlage gut leben

Nach zwei dominanten Jahren in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), die mit zwei vorzeitigen Titelgewinnen endeten, geht Citroen-Pilot Jose-Maria Lopez als Favorit in die WTCC-Saison 2016, die in der nächsten Woche (1. bis 3. April) in Le Castellet beginnt. Der Argentinier nimmt diese Rolle zwar an, sieht einen dritten Titelgewinn in Folge aber nicht für selbstverständlich an.

"2015 war ein starkes Jahr, daher muss es dieses Jahr genau so sein. Das erwarten die Leute von mir, das ist normal", sagt Lopez über die auf ihn gerichtete Erwartungshaltung. Der zweimalige Weltmeister gibt aber zu bedenken: "In diesem Jahr gibt es um uns herum viele Veränderungen. Es gab auch Änderungen im Team, daher ist es schwierig zu sagen, wie es laufen wird."

Das Werksteam von Citroen wurde im letzten Jahr der Franzose von zwei auf vier Autos verkleinert. Im Gegenzug rüstete Honda technisch und personell durch die Verpflichtung von Rob Huff und Norbert Michelisz auf, und mit Volvo betritt ein neuer Gegner die WTCC-Bühne.

Und auch wenn Citroen beim offiziellen WTCC-Test Anfang März in Vallelunga weiterhin das Maß der Dinge war, werde sich das wahre Kräfteverhältnis erst beim Saisonauftakt in Frankreich zeigen, meint Lopez. "Deshalb freue ich mich auf das erste Rennen, denn erst dann weiß man, wo man im Vergleich zu den anderen steht. Das Qualifying in Paul Ricard wird die Stunde der Wahrheit, darauf freue ich mich wirklich."

Nach zwei Jahren, in denen er mehr oder weniger alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab, würde bei einer Niederlage für Lopez aber nicht die Welt zusammenbrechen. "Die vergangenen beiden Jahre liefen bei mir wirklich gut, aber ich bin kein Fahrer, der immer alles gewonnen hat. Ich war auch schon ganz tief unten und weiß, wie es sich anfühlt, wenn man verliert", denkt er an die Zeit nach dem Ende seiner Formelkarriere in Europa und der Rückkehr nach Argentinien zurück. "Daher bin ich darauf vorbereitet, werde aber natürlich 100 Prozent geben."

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